Es sind die kleinen Dinge, die sich oft plötzlich (und damit unerwartet) richtig groß anfühlen. So war es auch an dem heutigen Samstag, den 3. Jänner 2026,, an dem ich beschlossen hab, meiner Nichte eine kleine Überraschung zu machen. Eigentlich ganz spontan, wie so vieles in letzter Zeit. Seit Neujahr hab ich mir ja vorgenommen, öfter selbst zu kochen und zu backen, weniger bestellen, weniger auswärts essen, mehr Chaos in der eigenen Küche. Klingt einfacher, als es ist.
Also hab ich an einem ruhigen Nachmittag den Backofen vorgeheizt, Mehl abgewogen und Schokolade gehackt. Die Kuhfleckentorte war schon länger auf meiner Liste, weil sie irgendwie verspielt ist und trotzdem nach Kindheit schmeckt. Während der Kuchen im Ofen war, hat die Wohnung langsam nach Kakao und Vanille gerochen, so ein Geruch, der sofort gemütlich macht.
Als ich die Torte dann aus der Form gelöst hab, war ich kurz stolz, wirklich. Der dunkle Rand, die helle Topfenschicht und diese unregelmäßigen Flecken oben drauf, nix perfekt, aber genau so wollt ich es.

Meine Nichte hat später große Augen gemacht, als ich mit dem Kuchen vor ihr gestanden bin. Kein großes Tamtam, kein Anlass, einfach so. Und genau das hat sich richtig angefühlt. Ich merk immer mehr, wie gut mir dieses langsamere Leben tut, weniger Lieferservice, mehr selbstgemacht, auch wenn mal was daneben geht.
Natürlich werd ich trotzdem nicht jeden Tag kochen, wär ja gelogen. Aber dieser Vorsatz fürs neue Jahr fühlt sich diesmal anders an, greifbarer, irgendwie echter. Vielleicht, weil er nach Kuchen schmeckt.
P.S: Ich bin wieder DAAAAAAA! Ich weiss, fast 8 Jahre Blogpause ist hart, aber nachdem ich heuer die Domain wieder verlängern werd, hab ich mir vorgenommen den Blog wieder zu enstauben. Pust Pust, hoffe ihr seid noch da!